Ein Einbinder...


ZUGEHEND + INITIATIV

Ein Mann für alle...


ANGEKOMMEN!

Bürger-Anfragen

Grundstückskäufe der Stadt
Lacher, Bechtle, Bonsai:
  
Pa
rkflächen/
Holzroste Gartenschau:
   
 

Abwasser-Bescheide:


Immer nur halbe Sachen...


TYPISCH HERRENALB

Späte Reaktion?


KLAMMES KÖNIGREICH?

Jakob Augstein

ERBARMEN MIT MAAS?

Sibylle Berg


ANDERE ZEITEN HOFFENTLICH

AfD im Dilemma?


DIE VERDRÄNGUNG
BÜRGER-MITEINANDER?
DANN EMPÖRT EUCH ...

So unterschiedlich die Empfindungen und Bezeichnungen für Heimat – scheint doch allen Menschen Vertrautes und Anvertrautes zum Leben wichtig. Bleibt nur die Frage, was wer wie anvertraut oder vertraut empfindet – und inwieweit wir Übereinstimmungen bemerken.

Gerade im Ur-Schwäbischen, auf dessen Zugehörigkeitsgefühl im entlegensten Winkel Herrenalbs grössten Wert gelegt wird, ist gemeinsamer Sinn für Erhaltenswertes und Vertrautes stark verwurzelt.

Es gibt sie überall, diese Heimat, dieses Gefühl verantwortlich zu sein, sich auch örtlich wohlfühlen zu wollen. Ein Beispiel von vielen ist das Remstal mit seinen "markanten Bergen, der ausgezeichneten Gastronomie, einer blühenden Weinkultur und einer bewegten Geschichte, die sich in den verwinkelten Gässchen und herrschaftlichen Kulissen der Städte und Dörfer widerspiegelt." Statt abzureissen und stereotyp neu zu bauen, statt kleinstädtische Rathausplätze grossstädtisch zu verkleiden, besinnt man sich auf das stilvolle Pflegen des guten Vorhandenem mit Ehrfurcht vor dem Geschaffenen.

16 Remstal-Kommunen richten 2019 die nächste Gartenschau aus. Aus einem guten  Miteinander ist für die zukünftige Gartenschau schon ein Maskottchen, die Biene „Remsi“, entstanden.

Wie war das noch in Herrenalb? Ein Maskottchen, ein Symbol der Gemeinsamkeit? Ein deutliches Zeichen...

..................

...vorhandener Wurzeln, von Gemeinsamkeit? Als Ergebnis viel eher ein Schreckenssignal jahrelangen leerem Miteinanders. Da gab es nichtssagende wochenlange Bet- und Bettel-Rufe des Herrenalber Bürgermeisters zu mehr Gemeinsamkeitsgefühl. Solidarität aber muss entstehen können, Solidarität braucht Zusammengehörigkeitsgefühl. Zusammen gehört man, wenn man sich vertraut. Nach jahrelangem "Lug und Trug" erweckten die Aufrufe dieses Bürgermeisters eher die Empfindung, da würde plötzlich eine leere Blechdose zu sprechen beginnen.

Themawechsel oder doch nicht: Der Bürger Ingo Zerrer ruft derzeit wegen weiterer drohender Landschaftsvernichtung und Zerstörung von Lebensqualität zur Solidarität mit den Neusatzer Bürgern auf. Denkt man an das ehemals geplante Badeparadies auf der Schweizer Wiese - wie war es da mit der allgemeinen Solidarität? Wie ist es jetzt bei  der angesagten Heimat-Demontage durch den geplanten Celenus-Klinik-Neubau auf der Schweizer Wiese?

Doch geschenkt. Der Schreiber dieser Zeilen (Bürger der Kernstadt) empörte sich schon öffentlich über den sinnlosen Griff in die Krabbel-Kiste sich offenbar langweilender Männer, denen nichts Besseres mehr einfällt als mal so zwischendurch passiert ja sonst nichts!  zwischen dem Dorf Neusatz und dem Dorf Dobel mitten in der Wallachei, abseits jeglicher Gewerbe-Nachfrage und durchgehender Strassenanbindung, Landschaft zwecks teurer Errichtung eines "Interkommunalen Gewerbegebiets" zu roden und für immer zu vernichten.

Wir zitieren aus dem Leserbrief von Ingo Zerrer:

„Wir Bewohner im oberen Weingässle werden uns die Augen bzw. auch die Ohren reiben. Gemäss neuem Lärmgutachten Windkraft haben wir den Grenzwert für die Nacht fast erreicht. Eine zusätzliche Belastung durch ein Gewerbegebiet ist nicht mehr verkraftbar.“

Wenn noch nicht einmal den dort ansässigen Gemeinderäten und Neusatz/Rotensol hat davon nicht wenige – die stoppende Hand einfällt, fragt man sich zum wiederholten Male, was Herrenalb eigentlich für ein heimat- und gesellenloser Ort sein muss.

Nicht wenige Gemeinderäte, Nichtig- und Wichtigtuer und auch Verwaltungsleute irren scheinbar ziellos durch die Gemarkung und kommen in ihrem Mittelmaß auf Ideen, zu denen woanders die Bürgerschaft schon längst mit der Mistgabel mindestens aber mit heftigen Worten angerückt wäre.

„Den Bürger“ befragt man in Herrenalb vorzugsweise nach KE-übersteuerten-Klausur-Sitzungen in irgendwelchen Aufruf-Zusammentreffen, zu denen kaum noch jemand kommt mit dem Ergebnis des Bedürfnisstandards einer völlig entseelten Kleinstadt. Man installiert hurrarufend eine "Bürger-Website" - und wundert sich über den Mangel an Beteiligung...

Wozu wohnen eigentlich die einzelnen Gemeinderäte dort wo sie wohnen, also mitten unter uns, wenn sie nicht mehr merken, wie der eigene Nachbar tickt  – und vor allen Dingen, was gut tut und was schon lange nicht mehr? Stellt sie doch einmal persönlich zur Rede, ruft an, schreibt ihnen, mailt - um ihnen anzumerken, was aufrechtes Gehen in Wahrheit bedeutet. (Ausnahmen wie immer eingeschlossen.)

Ist es nicht gerade der Neusatzer Gemeinderat Markus Merkle (Freier Wähler), der seit Jahr und Tag fast jeden Herrenalber Irrweg verteidigt wie die Henne ein altes Ei? Ist es nicht dieser Gemeinderat aus Neusatz, dem zur Wiederauflage einer längst vergessenen Gewerbegebiets-Planung nur die Phrase einfällt, dass Angebot schon Nachfrage schaffe? Hat er die Neusatzer, hat er seine Nachbarn einmal gefragt, wie die sich fühlen und ob die das wollen? Wenn es nur um Platz zwecks Angebote ginge, müssten in den östlichen Bundesländern, wo Platz en masse vorhanden ist, zum Beispiel in der Lausitz, schon lange nur noch blühende „Landschaften“  vorhanden sein.

Solidarität hat auch was mit Ethik zu tun. „Im Zentrum der Ethik steht das spezifisch moralische Handeln, insbesondere hinsichtlich seiner Begründbarkeit und Reflexion.“ Ethik ist  eine Frage des Charakters.

„Empört Euch!“ Macht euch solidarisch! Das war die lebenslange persönliche Maxime des Diplomaten Stéphane Hessel, der  im Herbst 2017 mit 96 gestorben ist. Sein vierzehnseitiges Essay wurde über eine Million mal verkauft. Auch in Deutschland. Frohe Ostern!

Der neue Ruppert...