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TYPISCH HERRENALB

Späte Reaktion?


KLAMMES KÖNIGREICH?

Jakob Augstein

ERBARMEN MIT MAAS?

Sibylle Berg


ANDERE ZEITEN HOFFENTLICH

AfD im Dilemma?


DIE VERDRÄNGUNG
PLANSTELLE HOCH DREI...
Wer in Herrenalb wohnt, möchte der „neuen“ Tourismus-Leiterin Frau Nina Schäfer sicherlich viel Kraft und Glück bei der Umsetzung ihrer Pläne wünschen. Sie hat es nicht nur mit einer Kommune zu tun, in der so gut wie alle Uhren stehen blieben und dafür die Schulden wie ein tollwütiger Wecker um´s Ziffernblatt rasen, sondern auch mit überaus harten Verkrustungen von Vorvorgestern. Einige davon sind auf dem Foto gut zu erkennen.

Schon als Normalbürger kann einem Angst und Bange um die Herrenalber Zukunft werden, wenn man den ewigen Kreislauf der in sich festgefahrenen Festivitäten mit den dazugehörigen Protagonisten und all den gewohnten Hauptdarstellern beobachtet. Wie soll da eine einzige neue „Kraft“ verändern können bzw. dürfen?

Herrenalbs Kulturszene erschöpft sich in Bahnhofsfest, Klosterfest und irgendwas noch. Achja, da ist noch Romosers „So-na-the“. Und was ist mit Natur links und rechts, oben und überall? Auffallende, aus dem Rahmen fallende faszinierende Natur-Welten-Angebote? Dem einen Pfad folgt zum Ergötzen des Altalt-Gemeinderats Theis der nächste. Der letzte ist wohl der Ringelnatterweg am Rennberg. Man schmeisst sich weg vor Freude.

Während im nicht weitentfernten Bad Wildbad neue und beeindruckende Echtheits-Ideen und deren Umsetzungen nur so purzeln, halten Herrenalber "Kräfte" am Eingemachten fest. Weil sie teilweise daran verdienen...
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....weil sie im Kopf keinen Platz mehr für Neues haben - und weil man mal eine Kleine Gartenschau hatte, deren angebliche "Euphorie" nun auch noch Rettungsanker werfen soll. Während derzeit in Wildbad sogar das Waldbaden fast neu erfunden wird, dafür sogar die Idee einer „Waldbadewanne“ zwecks Vertiefung des Themas entsteht, verharren teils ehrwürdige, überwiegend aber einfach nur übergebliebene Herrenalber "Tourismusfachkundige" unbesorgt immer wieder beim Gestern. Dabei ist es keinesfalls das Alter an sich, welches frischem Denken im Wege steht, sondern eine in ihrer Überheblichkeit unübertroffene ungenierte Arroganz eines angeblich mal erfolgreichen Kurortes mit Kapelle und dem Tanzbein-Schwingen. Bei einigen sicherlich auch der nicht auslastende Verwaltungs-Halbtagsjob neben dem erklecklichen Neben-Gewerbe am anderen halben Tag.

Nein, es reicht nicht, von einem „insgesamt sehr gut verlaufenen Kultursommer“ zu reden, nach deren Bekennung sofort jeder denkt: Was nun? Sehr gut oder doch nur "insgesamt"?! Kritik kann auch hilfreich sein, zumal wenn man diese selbst als Ansporn empfindet. Die Gegner alles Neuem - einschliesslich Gestaltungswillen zu anderen Ufern - sitzen nicht in Buxtehude, sondern direkt im Büro nebenan. Hallo Kolleginnen…

Derzeit zeigen gerade auch die liebevollen neuen Zu- und Abfahrts-Wiesenbuckelwegle zur Siebentäler Therme, bei der man doch eigentlich um jeden Badegast bangen müsste, wie einspurig einfach das Denken in Herrenalb sein kann. Jeder echte Bürgermeister hätte deswegen schon dreingeschlagen oder zumindest den Verantwortlichen gefragt, ob und was in dessen Kopf noch richtig tickt. Wegen einer nebenan neu zu erbauenden schmalen Strasse sperrt man über Monate zugleich die gesamte offizielle Thermen-Zufahrt. Normalität in Herrenalb - wie immer ganz anders. Von der besonders unhöflichen Vertreibung der Wohnmobilisten, um die sich andere Orte liebevoll bemühen, ganz zu schweigen. So macht man sich Freunde...

Wer sich ein wenig mit den Herrenalber Tourismuszahlen beschäftigt, dem fällt dazu die seitens der bisherigen Tourismus-Chefin Frau Zenker immer wieder gern aufgestellte Behauptung ein, die statistischen Zahlen gelten für Herrenalb nicht, da mit dieser nur Beherbungsbetriebe ab 10 Betten gezählt würden. Folglich wäre Bad Herrenalb ein einziges El Dorado von Ferienwohnungen noch und noch und mit unzähligen kleinen Pensionen… (Adam Riese mit einfachem Dreisatz lässt grüssen.) Wer den Ort einigermassen kennt, kommt auch so zu einem anderen Ergebnis. Auch zu dem, um wieviel schlechter noch die allgemeinen Übernachtungszahlen ohne die Flagschiffe Evangelische Akademie und dem Hotel Schwarzwald-Panorama wären.

In dem "Gutachten zur Fortentwicklung des Heilbäder- und Kurortewesens in Baden-Württemberg" des baden-württembergischen Ministeriums für Justiz und Europa findet sich kein einziges Mal die Erwähnung von "Bad Herrenalb". Nach Bekanntheitsgrad gefragt, nennen die Bundesbürger als erstes Bad Wörrishofen, Bad Kissingen und Bad Füssing. Speziell zu Baden-Württemberg wurden am häufigsten Bad Dürrheim, Baden-Baden, Bad Krozingen und Bad Wurzach genannt.

Die Albtal Plus Tourismusgemeinschaft (derzeitiger Vorstandsvorsitzender Norbert Mai) überfällt uns regelmässig mit Zuwachszahlen in Höhe von 8 und mehr Prozent. Das sind natürlich Insgesamtzahlen. Statistik ist die „Lehre von Methoden zum Umgang mit quantitativen Informationen“ (Daten). Sie ist eine Möglichkeit, eine systematische Verbindung zwischen Erfahrung (Empirie) und Theorie herzustellen.“

Schaut man trotz der „Warnung“ aus Herrenalb auf die objektive Wahrnehmung der offiziellen Landesamt-Statistik, kommt man zu entsprechenden aufgesplitteten und sehr nüchternen Ergebnissen. In Herrenalb gehen seit 2014 die Übernachtungszahlen kontinuierlich zurück (und das sogar im Gartenschaujahr 2017!), in Ettlingen umgekehrt fast schon exorbitant nach oben. Ein Schelm, wer nun Böses vermutet. Wie alle wissen, zahlt die Stadt Herrenalb (7.500 Ew) dank dem Verhandlungsgeschick der Herrenalber Stadtführung der Albtal Plus Tourismusgemeinschaft in Ettlingen mit 70.000 Euro p.a. den gleichen Betrag wie die Stadt Ettlingen (40.000 Ew).

Jedem, der dem eigentlichen touristischen Echtheits-Wert von Herrenalb mal auf die Spur kommen möchte, sei das Buch „Bad Herrenalb. Impressionen aus der Siebentälerstadt“ von Alexandra Abel und Thomas Wildemann (†) aus dem Jahre 1998 zu empfehlen. Enthalten sind in diesem auch vier „Erinnerungen“ von echten Alt-Herrenalbern, die noch wussten, was sich in diesem herrlich gelegenen Mittelgebirgsort an ursprünglichen und reellen Schätzen verbirgt. Dazu muss man allerdings lesen, sich besinnen und auch bereit zum Umdenken sein.

Ausserdem müsste man diesen „Alten“ Glauben schenken, dass Herrenalb von einer herausragenden Landschaft umgeben ist, die man heutzutage nur ein wenig mit „Baumparadies“-Träumen u.a. dauerhaft ergänzen müsste - eine wahrlich beeindruckende Landschaft, die allerdings ausserhalb der Fenster eines Bürgermeisterzimmers und eines Klosterfestes liegt.

Mit dem Begriff „Heimat“ begann gerade eine neue weit verbreitete Verinnerlichung, fast wie ein neuer Hashtag. Doch auch dieses Herz-Thema geht an Herrenalb mit Sicherheit spurlos vorbei.

Nun sind in Herrenalb also 8,3 Planstellen samt Putzfrau intern und extern angetreten, um so manches im Herrenalber Tourismus zu verbessern. Die Chefin selbst, eine neue Kraft. Wünschen wir ihr – etwas verspätet vielleicht, aber nie zu spät – noch viel Kraft.

Der neue Ruppert...