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Niemand bestreitet dem wunderschönen Wohnort Herrenalb die Möglichkeiten einer hervorragenden Tourismus-Destination. Vorneweg muss aber auch Herrenalb wie jede andere Kommune dazu folgenrichtige Entscheidungen treffen:

Die Einordnung zwischen Pflicht und Freiwilligkeit (Pflichtaufgabe und Freiwillige Aufgabe).

Die Rangfolge regelt die Gemeindeordnung nach § 2 GemO und zwar eindeutig. Erst die Pflicht, dann die Kür. Pflichtaufgaben sind solche, zu deren Erfüllung die Gemeinden durch Gesetz verpflichtet ist. Freiwillige Aufgaben sind – der Name legt es bereits nahe – solche, zu deren Erfüllung die Gemeinde nicht verpflichtet ist.


Jeder mag sich, wie auch der Verfasser dieser Zeilen, einmal fragen, welche dieser beiden „Aufgaben“ während der letzten zwei Dekaden allerdings ausnahmslos im Fokus standen. Nichts anderes ist so in den Vordergrund gerückt worden wie die Therme und der Tourismus (beides Freiwillige Aufgaben), von den Anfangsquerelen beim „pflichtgemässen“ Kindergartenneubau einmal abgesehen.

Gesellschaftsrelevante, in jeder Kommune sich drängende Anliegen, wie Jugend in der Gemeinde und Alter im Miteinander, werden und wurden höchstens gestreift..
......
....erlebten in der Konkurrenz zum Dauerbrenner „Suche nach Thermen-Investor“ und Tourismus viel zu oft das Nachsehen – und haben bei den vier, fünf meinungsmachenden Gemeinderäten keine Fürsprecher. Gravierend in Erinnerung ist die Ablehnung der Nutzungsänderung eines leerstehenden Hotels zu WohnenPLUS (mit ca. 80 möglichen neuen Gemeindemitgliedern im Altersruhesitz) zugunsten eines jetzt weiterhin fast leerstehenden Hotels eines türkischen Investors, der sein Vermögen vorzugsweise in deutschen Immobilien „verstaut“ als in der flüchtigen türkischen Lira.


Von ihm lernen heisst den Blick heben. Als Beispiel auch nach Dobel, wo sich dessen Gemeinderat vor noch nicht allzu langer Zeit von dem Erhaltenswillen eines Hallenbades als Freiwillige Aufgabe trennte und alle Neu-Anstrengungen in eine modern verstandene Pflicht-Erfüllung für die dort vorhandene Bevölkerung in in eine Sporthalle bündelte.

„Standen bei Investitionen in touristische Infrastruktur früher die Bedürfnisse der Gäste im Vordergrund, soll die Tourismusentwicklung künftig stärker auf die Freizeitansprüche und den Erlebniswert für die Einwohner abzielen. Nur, wo sich die Einheimischen wohlfühlen, sind auch die Urlauber gerne zu Gast.“ (Hansjörg Mair, Geschäftsführer Schwarzwald Tourismus GmbH).

Dieses höchst effiziente Steuerungsinstrument scheint in Herrenalb nicht bekannt zu sein. Bekannterweise wird die Therme auch sehr wenig von Einheimischen besucht – und diese Tatsache von der Verwaltung und dem Gemeinderat als offenbar gottgegeben hingenommen.


Reisemobiltourismus ist ein weiterer in Herrenalb nicht erkannter Faktor. „Diese Urlaubsform bietet Kommunen die Chance auf neue touristische Zielgruppen. Davon profitieren auch der örtliche Bäcker, der Metzger und natürlich die Gastronomie.“ (Alexander Ege, CMT-Teamleiter)

Während z.B. andere Ortschaften wie die schwäbische Kommune Allmersbach im Tal (ca. 5000 Einwohner) einen komplett mit Duschen, WLAN, Strom und Wasserversorgung ausgestatteten Wohnmobilhafen mit 10 Stellplätzen zur Verfügung stellt, dezimiert man in Herrenalb die ursprünglich vorhandenen Plätze im Zuge einer Neugestaltung auf 5 und ist noch stolz wie Bolle, dass sich die Abwasserentsorgung „deutlich komfortabler“ gestaltet.

Die völlig unmodern gehandhabte Herrenalber Konzentration auf die Freiwilligen Aufgaben „Therme“ und „Tourismus“ stürzten die Kommune Herrenalb mittlerweile in den finanziellen Ruin! Von 2005 bis 2017 verursachte allein die Siebentäler Therme ein Defizit von 11,5 Millionen Euro – von den nie aufgebrachten Abschreibungsverlusten gänzlich abgesehen. Beim Tourismus (Touristik, Tourismusbüro etc.) dürften die jeweils von dem städtischen Haushalt zu tragenden Fehlbeträge in der genannten Zeit nicht weit entfernt von 5-7 Millionen Euro liegen.

Die Stadt Herrenalb wurde so weitgehend handlungsunfähig und ist nur noch überlebensfähig und abhängig von dem Erhalt von Fördergelder und neuen Krediten. Beides sind aber die erwirtschafteten Gelder anderer!

Der neue Ruppert...